Handbuch: jedes Modul, Schritt für Schritt
Prepper ist die Notfall-App für deinen Haushalt. Diese Seite erklärt alle Module mit Bildern aus der App. Die Bilder zeigen den Vorführ-Haushalt „Familie Muster".
🚀Erste Schritte
In fünf Minuten von null zur wachenden App für die ganze Familie.
- Installieren: iPhone: im App Store. Android: APK von prepper.team, einmal „Unbekannte Quellen" erlauben, die App meldet neue Fassungen selbst. Am Rechner oder ohne Installation: app.prepper.team im Browser, alles außer Funk.
- Haushalt gründen: Beim ersten Start „Haushalt gründen", einen Namen vergeben (z. B. „Familie Muster"). Das erste Gerät ist damit angemeldet.
- Weitere Geräte: Unter Einstellungen → „Beitrittscode" erscheint ein Code, 30 Minuten gültig. Auf dem zweiten Handy „Mit Code beitreten". Alternativ den Beitrittslink teilen.
- Push erlauben: Die App fragt nach Benachrichtigungen. Ohne Push kommen keine Warnungen an, wenn die App zu ist.
- Warnorte setzen: Unter Warnungen → „+ Ort" die Orte eintragen, für die gewarnt werden soll (Zuhause, Oma, Arbeit).
- Personen und Vorrat erfassen: Erst damit rechnet die App die Durchhaltezeit.

📱Die Oberfläche
- Kopfzeile: Modulname, SOS (Hilferuf an den Haushalt), ⟳ (Abgleich mit dem Server jetzt), ⚙ (Einstellungen).
- Leiste unten: Familie, Karte, Notfallpläne („Pläne“), Funk und Chat. Wurde auf dem Handy noch nie ein Funkgerät gekoppelt, steht statt Funk der Vorrat in der Leiste; Funk kommt nach dem ersten Koppeln von selbst zurück. Mehr zeigt alle weiteren Module, geordnet nach Vorsorge, Familie & Kontakte, Im Ernstfall und Üben, jedes mit einem Satz, wofür es da ist.
- Blätter: Eingaben und Details öffnen sich von unten als Blatt. Wegwischen oder ✕ schließt es.
- Statusleiste: Meldungen wie „Kein Netz" oder „Neue Fassung geladen — antippen zum Neustart" erscheinen unter der Kopfzeile.
- Sprache: Deutsch, Englisch, Slowakisch und Ukrainisch, automatisch nach Gerät oder fest unter Einstellungen.

👨👩👧Familie (Startseite)
Die erste Seite der App: Wer ist wo, wem geht es gut, wo treffen wir uns. Alles, was zwischen den Geräten der Familie passiert, auf einen Blick.
- Kopfzahl: „3 von 4 OK" zählt die Statusmeldungen der letzten 24 Stunden. Braucht jemand Hilfe, steht das gelb an erster Stelle.
- Vier Knöpfe: 🟢 Mir geht's gut und 🟡 Brauche Hilfe melden deinen Status mit Position und Akku an alle. 📣 Alle melden fragt jedes Gerät „Alles gut?". 🆘 Hilferuf öffnet den Notfall-Knopf.
- Appell: Die Frage geht über Internet und Funk zugleich, mit Alarmton. Wer antwortet, tippt einmal. Der Fragende sieht „2 von 3 haben geantwortet" und wer noch fehlt — eine Stunde lang, dann „Appell beenden".
- Wer ist wo: die letzte Meldung jedes Geräts mit Uhrzeit, Akku und Text; antippen zeigt sie auf der Karte. Meldungen über Funk erscheinen hier genauso.
- Treffpunkt: der aktive Treffpunkt mit der Entfernung jedes Geräts. Marker der Art „Treffpunkt" auf der Karte anlegen, hier aktivieren — alle sehen es sofort.
- Üben: die Familien-Übung (eigener Abschnitt unten) und wann sie zuletzt lief. Nach drei Monaten erinnert die Zeile in Orange.
- Wege: Internet da oder weg, Funk verbunden oder getrennt, Meldungen an oder aus, Warnorte, Ladestand der Familien-Funkgeräte. Jede Zeile führt dorthin, wo man es richtet.

🎯Familien-Übung
Einmal durchspielen, bevor es ernst wird — wie der Feueralarm in der Schule. Fünf Minuten, alle Geräte an, dann weiß jeder, was zu tun ist.
- Start: Familie → Üben → „Übung starten". Die anderen sehen „Übung!" in der Meldung — niemand erschrickt.
- 1 Appell: jedes Gerät meldet sich mit einem Tipp, die Uhr läuft mit. Kinder im einfachen Modus drücken den grünen Knopf.
- 2 Treffpunkt: Kennt jeder den Weg von Schule und Arbeit dorthin? Kinder tippen „Zum Treffpunkt" und zeigen ihn auf der Karte. Fehlt ein Treffpunkt, legst du ihn jetzt fest.
- 3 Funk: Ladestand der Familien-Funkgeräte, dann eine Testnachricht — am ehrlichsten mit dem Handy im Flugmodus. Ohne Funkgerät entfällt der Schritt.
- 4 Meldungen: Sind Meldungen an, gibt es einen Warnort? Das Gleiche auf jedem Gerät prüfen — ein Handy mit Meldungen aus bekommt im Ernstfall nichts.
- Ergebnis: „Übung bestanden" oder „Übung gemacht" mit den offenen Punkten, dazu „3 von 3 gemeldet in 2:40". Das Ergebnis steht als Zeile im Familien-Chat, damit jedes Gerät weiß, wann zuletzt geübt wurde.

🗺️Karte
Eure Orte, das Lagebild und die Offline-Karte für den Fall ohne Netz.
Knöpfe rechts
- 📍 Position: eigene Position anzeigen und der Karte folgen.
- 📌 Marker setzen: antippen, dann auf die Karte tippen. Kategorie (Treffpunkt, Wasser, Unterkunft, Medizin, Kraftstoff, Depot, Gefahr), Titel, Beschreibung. Marker sind im ganzen Haushalt sichtbar und dienen als Lagerorte, Routenziele und Gruppenorte.
- ⬇️ Offline-Gebiet: „Eure Orte speichern“ legt mit einem Tipp die Umgebung aller Marker und Warnorte ab (je 10 km in vollem Detail plus Übersicht). Solange nichts gespeichert ist, steht unten auf der Karte ein blauer Hinweis dazu. Mehr zur Offline-Karte. „Ausschnitt speichern“ lädt den sichtbaren Ausschnitt. Drei Stufen: nur nah (Zoom 12–14), mit Übersicht (10–14, empfohlen), ganze Zoomkette (8–14). Gebiete lassen sich für den Haushalt bereitstellen, dann laden die anderen Geräte sie vom Server statt aus dem Netz.
- 📋 Marker-Liste: alle Marker mit Sprung auf die Karte.
- 🌐 Lagebild: die Ereignis-Schichten ein- und ausschalten (nächster Abschnitt). Die Zahl ist die Anzahl aktueller Ereignisse.
Antippen eines Markers zeigt Details, Bearbeiten und Löschen. Gruppenorte und freigegebene Standorte von Gruppenmitgliedern erscheinen ebenfalls auf der Hauptkarte.
Vor dem Ernstfall vorbereiten
- Offline-Gebiete für Wohnort, Arbeitsweg, Schule der Kinder und ein Ausweichziel laden, einmal im WLAN. Ohne Netz kann die App keine neuen Kartenteile holen.
- Zwei Treffpunkte als Marker setzen: einen nahen und einen weiter weg, falls das eigene Viertel nicht erreichbar ist. Alle im Haushalt sehen sie.
- Wasserstellen, Apotheke, Tankstelle und das Feuerwehrhaus eintragen. In vielen Gemeinden ist es bei einem Blackout die Anlaufstelle.
- Ein Gebiet für den Haushalt bereitstellen: Dann holen es die anderen Geräte vom Prepper-Server und müssen es nicht einzeln aus dem Netz laden.
Ohne Netz unterwegs
GPS funktioniert ohne Handynetz und ohne Internet, denn das Handy empfängt die Satelliten direkt. Die eigene Position erscheint also auch im Blackout auf der Offline-Karte. In Gebäuden kann die erste Ortung einige Minuten dauern, im Freien geht es schneller. Um Akku zu sparen, lieber kurz nachsehen, statt „Karte folgen" dauerhaft laufen zu lassen.
Ohne Netz fehlen neue Ereignisse im Lagebild und die Positionen der anderen über den Server. Mit Funkgeräten erscheinen die Familienmitglieder trotzdem auf der Karte, mit der Position, die ihr Gerät zuletzt gefunkt hat.
Woher die Karte kommt
Die Kartendaten stammen von OpenStreetMap und kommen von Preppers eigenem Server, nicht von Google oder Apple. Welche Gegend du dir ansiehst, erfährt kein Werbenetzwerk.

🌐Lagebild
Was gerade passiert, als Schichten auf der Karte. Jede Schicht einzeln schaltbar.
- Eure Warnorte: Farbe = höchste Wetterwarnung der letzten 24 Stunden.
- Erdbeben: EMSC, weltweit ab Magnitude 4,5, letzte 48 Stunden.
- Großkatastrophen: GDACS (EU/UN), laufende Ereignisse, Farbe = Stufe.
- Luftalarm: Ukraine je Region, Israel, Taiwan.
- Radioaktivität: Messnetze Österreich und Deutschland, rund 1.800 Stationen, rot = erhöht.
- Hochwasser-Pegel: Niederösterreich, nur Pegel über Mittelwasser.
- Flugverkehr: Flugzeuge rund um eure Warnorte.
- Nachtlichter: NASA-Satellit, letzte Nacht. Dunkle Flecken = Stromausfall.
- Brände: NASA-Wärmeanomalien. Dauerhafte Flecken sind meist Industrie (Zementwerk, Stahlwerk), kein Brand. Antippen zeigt einen Hinweis.
Welche Schichten angeboten werden, hängt von eurer Region ab: Pegel und Strahlung gibt es nur, wo ein Messnetz angebunden ist.
Wofür du das Lagebild nutzt
Das Lagebild beantwortet vor einer Entscheidung eine einfache Frage: Ist gerade etwas unterwegs, das mich betrifft? Vor einer Fahrt schaust du auf Hochwasser-Pegel und Unwetter, bei einer Meldung über einen Stromausfall in der Ferne auf die Nachtlichter. Der Stand wird alle 5 Minuten aufgefrischt. Das Lagebild ist der Überblick, die Push-Meldungen kommen aus dem Modul Warnungen.
Was beim Start an ist
- An: Erdbeben, Großkatastrophen, Luftalarm, Warnorte, Radioaktivität und Hochwasser-Pegel.
- Aus, bei Bedarf einschalten: Flugverkehr (50 km um jeden Warnort, alle 60 Sekunden), Nachtlichter und Brände. Die beiden Satellitenschichten kommen direkt von der NASA und brauchen Netz.
Die Quellen richtig lesen
- Radioaktivität: Gemessen wird die Gamma-Dosisleistung in nSv/h, vom Strahlenfrühwarnsystem Österreich (111 Stationen) und vom Bundesamt für Strahlenschutz (rund 1.700 Stationen). Jede Station wird gegen ihren eigenen Normalwert beurteilt: Rot ab 500 nSv/h, oder ab 300 nSv/h, wenn der Wert fast doppelt so hoch ist wie sonst dort. Ein Standort mit natürlich hoher Strahlung bleibt deshalb ruhig.
- Hochwasser: Die Pegel sind in Klassen eingeteilt: über Mittelwasser, dann HW1 (jährliches Hochwasser), HW5, HW30, HW100. Rot ab HW5.
- Erdbeben: Weltweit ab Magnitude 4,5 der letzten 48 Stunden. Die Kreisgröße zeigt die Stärke.
- Nachtlichter: Dunkle Flecken können einen Stromausfall zeigen, aber auch Wolken. Ein Hinweis, kein Beweis.
Grenzen
Die Daten kommen von Messnetzen und Behörden und sind immer etwas älter als das Ereignis. Ohne Netz zeigt die App den letzten bekannten Stand. Das Lagebild ersetzt keine amtliche Warnung. Hochwasser-Pegel und Radioaktivität erscheinen nur dort, wo ein Messnetz angebunden ist.

📡Warnungen
Der Server-Wächter prüft eure Quellen rund um die Uhr und schickt Push-Meldungen für eure Orte.
Was gemeldet wird
- Wetter: amtliche Warnungen (Unwetter, Sturm, Hochwasser) ab der Stufe, die ihr einstellt.
- Stromnetz: Frühwarnung aus Strompreis (Knappheit am nächsten Tag) und Netzfrequenz (Abweichung von 50 Hz).
- Erdbeben, Großkatastrophen, Luftalarm, Radioaktivität, Pegel: sobald es eure Warnorte betrifft.
- Eigene Quellen: aus dem Warndienste-Katalog (über 90 Dienste weltweit) oder ein eigener RSS-Feed mit Filterwort.
Einstellen
- Warnungen auf diesem Gerät: Schalter je Handy. Aus = dieses Handy bekommt keine Warnmeldungen, die anderen im Haushalt schon.
- Warnorte: „+ Ort" per GPS, Marker oder Adresse. Für jeden Ort werden die Quellen geprüft.
- Region: die App erkennt eure Region und blendet unpassende Quellen aus (in den USA etwa keine europäische Netzfrequenz).
- Tageslage: jeden Morgen eine kurze Beurteilung eurer Lage: Vorrat, Warnungen, Wetter. „Was jetzt?" holt jederzeit eine frische Einschätzung.
- Geräte im Haushalt: welche Geräte Push bekommen und wann sie zuletzt abgeglichen haben.
Warnorte sinnvoll einrichten
Lege Orte an, an denen du wirklich sein kannst: Zuhause, Arbeit, Schule der Kinder, Rückzugsort. Bis zu fünf Warnorte sind möglich. Jeder Ort wird einzeln geprüft, damit eine Unwetterwarnung für dein Zuhause nicht von einer Meldung am anderen Ende des Landes übertönt wird. Ohne eigenen Warnort gilt nur der Vorgabe-Ort des Servers, dann sind die Meldungen nicht auf dich zugeschnitten.
Quellen, Schwellen und Radien
- Unwetterwarnung: GeoSphere Austria, Standard ab Orange. Du kannst auf Gelb, Orange oder Rot stellen. Rot kommt immer als dringende Meldung.
- Erdbeben: EMSC, nur wenn man es spürt: M4 bis 50 km, M5 bis 150 km, M6 bis 300 km vom Warnort. Standard ab Magnitude 4 (einstellbar 3 bis 6). Ab M5 dringend.
- Großkatastrophen: GDACS: Rot bis 1.500 km, Orange bis 800 km. Der Alarmton ist Rot bis 500 km vorbehalten.
- Strahlung: Eine erhöhte Messstation bis 150 km um einen Warnort gilt immer als dringend, auch nachts.
- Hochwasser: Pegel ab HW1 (jährliches Hochwasser) bis 30 km um einen Warnort, auch Prognosen.
- Blackout-Frühwarnung: Netzfrequenz: Abweichung ab 0,15 Hz von 50 Hz ist die Vorwarnung, ab 0,2 Hz der Alarm. Beides erst nach zwei Messungen in Folge. Beim Strompreis für morgen (Day-Ahead) gilt ab 400 €/MWh als angespannt, ab 800 €/MWh als Krisenniveau.
Nachtruhe und ehrliche Grenzen
Nicht dringende Meldungen werden zwischen 22 und 7 Uhr gesammelt und morgens nachgeschickt. Dringende kommen immer sofort. Jede Meldung kommt nur einmal. Optional geht sie zusätzlich über Funk (Mesh) in den Familienkanal, auch wenn das Handynetz fehlt. Die Quellen haben ihre eigene Verzögerung, der Wächter prüft sie alle paar Minuten. Eine abweichende Netzfrequenz ist ein Frühindikator, keine Blackout-Vorhersage. Für den Krisenplan gilt: Die Meldung ist der Anlass, im Notfallplan nachzusehen, nicht die Entscheidung selbst.

🚨Notfallpläne
Vorbereitete Abläufe für den Ernstfall. Aktivieren ist ein Knopfdruck, dann weiß jeder im Haushalt, was zu tun ist.
- Vorlagen: Blackout, Evakuierung, Unwetter, Hochwasser, Gas oder Chemie, Krankheitswelle. Jede Vorlage hat Sofortschritte, verknüpfte Checklisten und Wissensartikel.
- Anpassen: Schritte umschreiben, eigene Checklisten anhängen, welche Marker-Arten auf der Karte hervorgehoben werden.
- Aktivieren: Der Notfallplan erscheint als Banner in allen Modulen, auf allen Geräten des Haushalts. Das Logbuch ordnet Einträge diesem Notfallplan zu.
- Beenden: Wenn es vorbei ist, „Notfallplan beenden". Die Vorbereitung bleibt für das nächste Mal.
Wann ein Notfallplan sinnvoll ist
Ein Krisenplan hilft nur, wenn er vor dem Ernstfall steht. Ein Notfallplan ist deine Vorlage für den Ernstfall: Du legst fest, was zuerst zu tun ist, solange du noch klar denkst. Kommt zum Beispiel eine Hochwasser-Meldung, öffnest du den vorbereiteten Notfallplan und arbeitest die Sofortschritte der Reihe nach ab. Aktivieren fragt vorher nach, denn alle Geräte im Haushalt bekommen den Notfallplan angezeigt, wenn eingerichtet auch als Meldung aufs Handy. Im Chat steht der Zeitpunkt. Es ist immer nur ein Notfallplan aktiv: Wer eine neue aktiviert, beendet die bisherige. Die App aktiviert nie von selbst einen Notfallplan, das entscheidest du.
Der Krisenstand auf einen Blick
Der aktive Notfallplan zeigt oben vier Zeilen, die die App aus deinen Modulen zusammenträgt:
- Familie: wie viele sich als OK gemeldet haben, wer Hilfe braucht, von wem noch nichts kam.
- Kommunikation: Internet, Funkgerät und Funk-Basisstation, verbunden oder nicht.
- Treffpunkt: der aktive Treffpunkt mit Koordinaten.
- Vorräte: Tage für Wasser, Essen, Strom und Medikamente gegen dein Ziel.
Diese Zeilen sind nur so gut wie die Daten dahinter. Pflege Personen, Vorrat und Treffpunkt also vorher.
Besondere Vorlagen
Neben den bekannten Vorlagen gibt es den Notfallplan Strahlung mit einem Fallout-Rechner (Wind, Ankunft der Wolke) und bei Blackout die Blackout-Uhr von Stunde 0 bis Tag 30. Jodtabletten stehen dort nur mit dem Hinweis, sie ausschließlich auf behördliche Anweisung zu nehmen. Die Vorlagen sind ein Ausgangspunkt, keine amtliche Anweisung. Passe sie an dein Haus, deine Personen und deine Medikamente an und halte die Sofortschritte kurz.


✅Checklisten
Notgepäck, Blackout-Routine, Abreise: abhaken statt nachdenken.
- Vorlagen für die häufigsten Listen, eigene Listen mit Symbol.
- Punkte antippen zum Abhaken, unten direkt neue Punkte anfügen, per Ziehen sortieren.
- Gemeinsam: Jede Liste ist auf allen Geräten des Haushalts, Haken werden abgeglichen.
- In Lagen einbinden: Eine Lage kann Listen verknüpfen, dann erscheinen sie beim Aktivieren.
Fünf Vorlagen für den Ernstfall
Wer vor einer leeren Liste sitzt, fängt nie an. Deshalb bringt die App fünf Vorlagen mit, die sich an den Empfehlungen des österreichischen Zivilschutzverbands und des BBK orientieren.
- Fluchtrucksack (16 Punkte): das Notgepäck: Kopien von Ausweisen, Bargeld in kleinen Scheinen, 2 Liter Wasser je Person, Verpflegung für 2 Tage, Erste-Hilfe-Set mit Medikamenten, Kurbel- oder Batterieradio, geladene Powerbank, Rettungsdecke, Notfallkontakte und Karte auf Papier.
- Blackout, erste Stunde (12 Punkte): die Blackout-Checkliste: Sicherungen prüfen, Radio einschalten, Kühlschrank geschlossen lassen, Geräte vom Netz trennen, Wasser in Wanne und Kanister füllen, Nachbarn prüfen, Kerzen nur unter Aufsicht.
- Evakuierung (11 Punkte): Gas, Wasser und Strom abdrehen, Haustiere, Medikamente, Treffpunkt und Nachricht an Angehörige.
- Rückzugsort (46 Punkte): für zwei Wochen ohne Strom, nach Wasser, Essen, Wärme, Medizin und Dokumenten gegliedert.
- Hausapotheke prüfen (12 Punkte): inklusive Kontrolle aller Ablaufdaten.
Vorbereitung und Ablauf
Es gibt zwei Arten von Listen. Eine Vorbereitung wie der Fluchtrucksack bleibt abgehakt. Ein Ablauf wie die Evakuierung wird vor jedem Durchgang mit „Zurücksetzen“ geleert. Oben zeigt ein Balken den Fortschritt in Prozent, bei 100 % erscheint „fertig“. Eine Vorlage wird als Kopie angelegt: Du darfst Punkte ändern, löschen oder ergänzen, ohne die Vorlage zu verändern. Mit „⋯“ änderst du einen Punkt, ein leerer Text löscht ihn. Eigene Listen bekommen eines von zwölf Symbolen.
Grenzen
Die Vorlagen sind ein Ausgangspunkt, keine vollständige Liste. Medikamente, Kleidergrößen und Brillenstärken sind bei jedem anders, und manches ist allgemein gehalten, weil Vorlagen jeder Haushalt sieht. Ergänze Persönliches in deiner Kopie und prüfe den Rucksack zweimal im Jahr: Ablaufdaten, Batterien, Kindergrößen.


🧭Routen
Wege zum Rückzugsort, zur Schule, zur Arbeit: jetzt mit Netz berechnen, im Ernstfall ohne Netz folgen.
- Start und Ziel aus eigener Position, Markern, Warnorten, Gruppenorten oder freigegebenen Standorten anderer Haushalte.
- Berechnen über einen Straßen-Router (online). Die Route mit Abbiegeschritten wird gespeichert und liegt danach offline vor.
- Folgen: Auf der Karte führen lassen, aktueller Schritt oben. Funktioniert mit dem Offline-Gebiet auch ohne Netz.
- Teilen: Routen an eine Gruppe geben, Mitglieder übernehmen sie in ihre eigenen Routen.
Welche Wege du vorbereiten solltest
Plane die Evakuierungsroute zum Rückzugsort, dazu den Weg von der Schule oder vom Arbeitsplatz nach Hause und zum vereinbarten Treffpunkt. Beim Berechnen schlägt die App die schnellste Strecke vor und, wenn vorhanden, Ausweichstrecken, jeweils mit Länge und Fahrzeit. Gespeichert wird als „Start → Ziel“, Ausweichstrecken tragen den Zusatz „Ausweich 1“. Wähle im Ernstfall eine zweite Strecke, falls die erste blockiert ist.
So funktioniert die Führung
- Schritte: Jede Route enthält Abbiegehinweise mit Straßenname, bei Kreisverkehren mit der Ausfahrt, und die Entfernung ab Start.
- Auf der Karte: Deine Position läuft auf der Linie mit. Oben stehen der nächste Schritt, die Restdistanz, die Restzeit und die GPS-Genauigkeit in Metern. Bist du mehr als 300 m von der Strecke entfernt, meldet die App „Abseits der Route“ mit dem Abstand.
- Fluchtweg offline: Die Route selbst liegt gespeichert auf dem Gerät. Damit auch die Karte ohne Netz da ist, speichere die Strecke dort zusätzlich als Offline-Gebiet.
- Haushalt: Gespeicherte Routen erscheinen auf allen Geräten des Haushalts.
Grenzen
Berechnet wird über einen öffentlichen Routendienst (OSRM), dafür braucht es Netz, und Start und Ziel gehen als Koordinaten an diesen Dienst. Die Strecke gilt für das Auto, zu Fuß oder mit dem Rad ist sie nur ein Anhalt. Sie ist ein Stand vom Berechnungstag: aktuelle Sperren oder Staus kennt sie nicht. Fahre die wichtigste Strecke einmal probeweise ab. Routen werden wie die übrigen Haushaltsdaten gespeichert und, anders als Dokumente, nicht zusätzlich verschlüsselt.

💬Chat
Absprachen im Haushalt: Standorte, kurze Lagemeldungen, „bin sicher".
- Ende-zu-Ende verschlüsselt: Der Schlüssel entsteht auf eurem ersten Gerät und verlässt den Haushalt nie. Der Server sieht nur verschlüsselte Sätze, auch bei Status und Standorten. Nur ein Hilferuf bleibt offen, damit er jedes Gerät erreicht, auch eines, das gerade erst dazugekommen ist.
- Ohne Netz: Nachrichten werden gepuffert und zugestellt, sobald wieder Netz da ist. Die Uhr neben der Nachricht zeigt, ob sie schon draußen ist.
- Standort senden: ein Tipp, und der Punkt landet als Nachricht und auf der Karte.
- Kein Echtzeit-Chat: Die App gleicht beim Öffnen, alle paar Sekunden im Chat und bei Netzrückkehr ab. Das spart Akku.

📡Funk
Chat, Status und Hilferuf ohne Handynetz und ohne Internet — über ein kleines LoRa-Funkgerät (Meshtastic), das per Bluetooth am Handy hängt. Drei Kanäle: Familie, Gruppe, Öffentlich.
- Wozu: Bei Blackout oder Netzausfall fällt das Handynetz als Erstes weg. Die Funkgeräte bilden ein eigenes Netz (Mesh): Jedes Gerät leitet weiter, auch fremde Knoten — ohne mitlesen zu können. Im Ort einige hundert Meter, bei Sichtverbindung mehrere Kilometer.
- Was du brauchst: Ein Meshtastic-Gerät ab etwa 30 Euro (Heltec V3, Wio Tracker L1, T1000-E) und die App aus dem Store (Android oder iPhone). Im Browser gibt es Funk nur in Chrome am Android-Handy oder PC.
- Einrichten: Neues Gerät einschalten, Funk → „Funkgerät verbinden", dann „⚙️ Einrichten": Name, Region EU_868 und alle Kanäle schreibt die App selbst ins Gerät. Schalter „Basisstation" für ein Gerät, das zuhause bleibt. Die Meshtastic-App ist nicht nötig; wer sie trotzdem nutzt, scannt den „Kanal-QR".
- Drei Kanäle: 👨👩👧 Familie — verschlüsselt mit dem Geheimcode des Haushalts, mit Position. 🏘️ Gruppe — eigener Schlüssel je Gruppe (unter Gruppen „📡 Funkkanal" wählen), grobe Position. 🌍 Öffentlich — der Meshtastic-Standardkanal, den jeder Knoten in Reichweite liest; ohne Position, erste Nachricht mit Rückfrage.
- Funk-Chat: bis 200 Zeichen. Ein Haken heißt gesendet, zwei Haken vom Mesh weitergefunkt, „angekommen: Mama, Emil" heißt, deren App hat es wirklich. Ist das Gerät gerade weg, wartet die Nachricht und geht beim Wiederverbinden von selbst raus.
- Knoten und Reichweite: „Reichweite: 14 fremde Knoten gehört" zeigt, wie viel Mesh gerade um euch ist. ⭐ markiert die Familie; nur die erscheint auf der Karte. „📡 Familie anfunken" fragt live, wer antwortet.
- Hilferuf: geht mit Position und Akku auf den Familienkanal. Im Hilferuf-Blatt lässt sich zusätzlich „auch an alle Funker in Reichweite" einschalten — für den Fall, dass niemand aus der Familie erreichbar ist.
- Grenzen: Zwei Orte, die 80 km auseinander liegen, verbindet kein Mesh — jeder Standort braucht seine eigene Basisstation. Ein Gerät mit WLAN (Gateway) nimmt kein Bluetooth an; das richtet man über die Meshtastic-App im selben WLAN ein.
So fängt eine Familie an
- Ein Gerät für jeden, der unterwegs ist, und eine Basisstation zuhause, möglichst hoch: Dachboden, oberstes Stockwerk, Fensterbank. Höhe bringt mehr Reichweite als jedes Zubehör.
- Alle Geräte über Prepper einrichten. Dann haben sie automatisch denselben Familienkanal, ohne dass jemand Schlüssel abtippt.
- Einmal testen, solange das Handynetz noch geht: eine Nachricht schreiben, auf die Haken achten, „📡 Familie anfunken" drücken.
- Welches Gerät für wen passt, steht auf der Seite Funk für Prepper.
Wenn etwas nicht klappt
- Kein „angekommen": Das andere Gerät ist außer Reichweite oder ausgeschaltet, oder die App dort ist nicht verbunden. Das Mesh versucht es einige Male. Später noch einmal senden oder einen höheren Standort suchen.
- Fehler 39: Für eine Direktnachricht fehlt der Schlüssel des Empfängers. Die App fragt ihn selbst an, nach kurzer Zeit klappt es.
- Fehler 38: Die erlaubte Sendezeit ist kurz aufgebraucht, denn Funk im 868-MHz-Band darf nur einen kleinen Teil der Zeit senden. Ein paar Minuten warten.
- Viele Hops: Die Zahl zeigt, wie oft eine Nachricht weitergefunkt wurde. Auch bei kurzer Entfernung kann sie einen Umweg über andere Knoten nehmen.
Datenschutz
Familien- und Gruppenkanal sind verschlüsselt. Fremde Knoten leiten nur weiter und können nicht mitlesen. Die Position deines Handys geht nur mit, wenn du selbst einen Status oder Hilferuf sendest. Was ein Funkgerät sonst an Position sendet, kommt aus seinem eigenen GPS: im Familienkanal genau, im Gruppenkanal auf etwa 1,5 km gerundet, im öffentlichen Kanal gar nicht.


🧰Werkzeuge
Kleine Helfer, die nur am Handy rechnen — ohne Netz, ohne Server, ohne Anmeldung. Unter „Mehr" → Werkzeuge.
- 🧭 Peilung: Kompassrose mit Pfeil zum Ziel — aktiver Treffpunkt, ein Familienmitglied, ein Marker oder Warnort. Dazu Entfernung, Kurs und Gehzeit. Am iPhone erst „Kompass starten" antippen. Handy flach halten; Autos, Stahl und Magnete lenken die Nadel ab, bei ungenauem Kompass steht eine Warnung dabei.
- 📏 Entfernung messen: Punkt A und B je über die Karte, den eigenen Standort oder einen bekannten Ort. Luftlinie, Richtung, Gehzeit bei 4 km/h — Wege sind länger, im Gebirge oft das Doppelte.
- 🌅 Sonne & Mond: „Noch 3 h 20 min Tageslicht", Dämmerung, Auf- und Untergang heute und morgen, Mondphase mit Tagen bis Vollmond. Ohne Strom entscheidet das Licht, was noch geht.
- 🆘 Signal: SOS oder eigener Text als Morse — der Bildschirm blinkt weiß/schwarz, auf Wunsch mit 900-Hz-Ton. Dauerlicht als Taschenlampe. Nachts sieht man ein Handy-Display über einen Kilometer weit. Morse-Tabelle zum Nachschlagen.
- ⚡ Gewitter: beim Blitz drücken, beim Donner nochmal: Entfernung und ob es näher kommt. Unter 3 km: Schutz suchen.
- ⏱️ Blackout-Uhr: Monat, Standort, Personen, Dauer und Sparmodus einstellen — die Uhr legt euren Vorrat, eure Energie (Akkus, PV) und eure Personen auf eine Zeitachse von Stunde 0 bis Tag 30. Links, was draußen ausfällt, rechts, was ihr noch habt, mit Ampel. Jahreszeit zählt: PV-Ertrag je Monat, Außentemperatur (Berg vier Grad kälter), Tageslicht, Wasserbedarf im Sommer, Holzverbrauch im Winter. Oben der erste Engpass, unten die Hebel, die ihn verschieben. Damit sie mit euren Zahlen rechnet: Speicher und Solar unter Energie, Brennholz, Gasflaschen fürs Heizgerät und Gaskartuschen als Brennstoff im Vorrat (die Uhr erkennt sie am Namen: Holz, Flasche/Propan, Kartusche), Personen mit Medikamenten anlegen. Auch in der Lage „Blackout" verlinkt.
- ☢️ Fallout: Einschlag wählen — Großstadt, Kernkraftwerk, Militärbasis, die Ziele der Warschauer-Pakt-Planung für Österreich oder ein Punkt auf der Karte, alles nach Entfernung sortiert. Stärke 100/300/800 kt, Boden- oder Luftexplosion. Der Wind kommt echt: Boden und Höhe für den Einschlagsort, mit Netz automatisch, ohne Netz von Hand. Für dich und deine Warnorte steht dann: betroffen oder nicht, Fallout kommt in x Stunden, Dosis draußen und drinnen, ob es reicht, quer zum Wind wegzufahren, wie lange drinnen bleiben. Bei Kernkraftwerken die Wolke ohne Druckwelle mit 5/30/100-km-Zonen. „Auf der Karte zeigen“ legt Ringe und Zunge einen Tag lang über die Karte. Auch in der Lage „Strahlung“ verlinkt. Näherung nach Glasstone & Dolan, Faktor 2 bis 3 — im Ernstfall gehen Radio und amtliche Messwerte vor.
- 📍 Meine Koordinaten: Dezimalgrad, Grad-Minuten-Sekunden, UTM und Höhe — zum Vorlesen am Telefon oder Funk. Zeile antippen kopiert, „Weitergeben" schickt Position samt Kartenlink.
Kompass und GPS sind Näherungen. Im Zweifel Karte und Gelände vergleichen — ein falscher Pfeil im Wald ist schlimmer als gar keiner.







🟢Familienstatus und Treffpunkt
Status und Treffpunkt stehen auf der Startseite „Familie" und im Blatt hinter dem 🆘-Knopf: Wer hat sich wie gemeldet, welcher Treffpunkt gilt, und dein eigener Status mit einem Tipp.
- Drei Stufen: 🟢 Mir geht's gut (ein Tipp, still, nur Übersicht und Chat), 🟡 Brauche Hilfe (ein Tipp, hörbare Meldung an alle, gelber Balken oben, bis die Person wieder Grün meldet), 🆘 Notfall (halten, Alarm, Marker auf der Karte).
- Zwei Wege, ohne Wahl: Mit Netz geht alles über den Server, mit Funkgerät zusätzlich über LoRa. Danach steht da, was durchging: „✓ Über Internet an 3 Geräte" oder „📡 Auch über Funk gesendet". Rückmeldungen, die andere per Funk schicken, erscheinen ebenfalls in der Übersicht — auch ganz ohne Netz.
- Treffpunkt A/B/C: Die Karten-Marker vom Typ „Treffpunkt" stehen im Blatt als A, B, C. „Aktivieren" meldet ihn allen (hörbar, im Chat, über Funk) und zeigt darunter die Entfernung jeder Person. Auf der Karte ist der aktive Treffpunkt größer und grün umrandet. „Aufheben" nimmt ihn zurück. Tipp: drei anlegen — vor dem Haus, im Ort, außerhalb.
- In der aktiven Lage: Die rote Lage-Karte zeigt oben den Krisenstand: Familie „2 von 4 OK", Kommunikation, Treffpunkt, Vorräte in Tagen — dann die Sofortschritte.
🟢Einfache Ansicht (Kinder)
Ein Kinderhandy zeigt statt aller Tabs nur fünf große Knöpfe: Mir geht's gut, Familie, Treffpunkt, Karte, Funk und den Hilfe-Knopf. Alles andere ist ausgeblendet, nichts ist gesperrt.
- Einschalten: Am Handy des Kindes Zahnrad → „Einfache Ansicht (für Kinder)". Das gilt nur für dieses Gerät; die anderen im Haushalt sehen davon nichts. Ausschalten am selben Ort.
- Mir geht's gut: ein Tipp schickt Status und Position an die Familie — über Internet und, wenn ein Funkgerät hängt, zusätzlich über Funk. Darunter steht ehrlich, ob es rausging.
- Familie, Treffpunkt, Karte: Familie öffnet den Chat, Treffpunkt springt auf der Karte zum aktiven Treffpunkt (oder sagt, dass keiner festgelegt ist), Karte zeigt die Offline-Karte mit der Familie. Der Pfeil oben links führt immer zurück.
- Hilfe: derselbe rote Knopf wie bei den Erwachsenen — zwei Sekunden halten, dann bekommt die Familie den Alarm mit Position und Akkustand, auf allen Wegen. Nichts löst versehentlich aus.
- Wer ist wo: die Rückmeldungen der Familie mit 🟢🟡🆘 und Uhrzeit, zieht sich von selbst nach. Push-Meldungen, Chat und die Balken oben (Hilferuf, Lage) kommen in der einfachen Ansicht genauso an.
- Bewusst keine Sperre: Das Kind kann die Ansicht selbst wieder ausschalten. Es geht um Übersicht, nicht um Kontrolle — im Ernstfall soll niemand vor einer Sperre stehen.

📦Vorrat
Was da ist, wo es liegt, wann es abläuft, und wie lange es reicht.
Erfassen
- Scannen: Barcode mit der Kamera, die App holt Name, Menge und Kalorien aus einer Produktdatenbank. Ist der Artikel schon im Vorrat, fragt sie: zum selben Haltbarkeitsdatum dazuzählen oder als eigener Posten mit anderem Datum.
- Haltbar bis: so tippen, wie es auf der Packung steht (07/2046, 31.7.46 oder kurz 0746), über das Mikrofon der Tastatur ansagen („Juli 2046"), im Kalender wählen oder mit +1, +2, +5, +10 Jahre setzen. Monat und Jahr reichen, dann gilt das Monatsende.
- Regal-Foto: ein Foto vom Regal, die App liest die Artikel heraus und schlägt Posten vor.
- Von Hand: Bezeichnung, Kategorie (Wasser, Nahrung, Konserve, Babynahrung, Medizin, Hygiene, Energie, Brennstoff, Werkzeug), Menge und Einheit, Ablaufdatum, Mindestbestand, Kalorien.
- Kopieren: gleichen Artikel an einem anderen Ort oder mit anderem Ablaufdatum anlegen, ohne alles neu zu tippen.
- 📋 Vorlagen: „14-Tage-Vorrat" ist die günstigste Liste, die satt macht (Diskonter, ~280 € für 4 Personen); „Vergiss-es-Vorrat" ist Reis, Hafer, Zucker, Honig in Mylar-Beuteln, Notration und konserviertes Wasser für 20 Jahre. Beide skalieren auf eure Personenzahl. Angelegt werden sie als Mindestbestand: Gekauftes trägst du als Menge ein, was fehlt, steht unter „Knapp" — das ist die Einkaufsliste. Die 14-Tage-Liste gibt es auch zum Ausdrucken auf der Website.
Lagerorte
Jeder Posten hat einen Lagerort (Zuhause, Keller, Auto, Ferienhaus). Von der Karte werden Marker der Art Unterkunft oder Depot vorgeschlagen, Treffpunkte nicht. Steht ihr laut GPS an einem bekannten Ort, filtert die App automatisch auf diesen Ort, und neue Posten landen dort.
Oben im Modul
Zwei Zahlen: wie viele Tage Nahrung und Wasser für eure Personen reichen. Darunter „Achtung" mit allem, was in 30 Tagen abläuft oder unter den Mindestbestand fällt.
Wie die Tage gerechnet werden
Essen: Die App zählt die Kalorien aller Posten (Kalorien je Einheit × Menge) und teilt durch den Tagesbedarf eures Haushalts. Sind unter Personen alle erfasst, gilt deren Bedarf nach Alter: Erwachsene 2.200 kcal, Jugendliche 2.400, Kinder 1.400, Senioren 1.900, Säuglinge 700. Sonst rechnet sie mit einer Pauschale je Person. Posten ohne Kalorienangabe zählen nicht mit. Trag die kcal von der Packung ein, sonst sieht der Vorrat kleiner aus, als er ist.
Wasser: 2 Liter je Person und Tag für Trinken und einfaches Kochen. Es zählen nur Posten der Kategorie Wasser. Bei Flaschen wählst du die Einheit Stück und trägst Inhalt je Stück ein: 6 Flaschen mit 1,5 l ergeben 9 Liter. Steht die Größe schon im Namen („Mineralwasser 1,5 l"), füllt die App das Feld vor. Fehlt die Angabe, zählt jede Flasche als 1 Liter, und die Durchhaltezeit sagt dazu, wie viele Posten das sind. Was weit über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt, fällt aus der Rechnung. Wie lange etwas noch zählt, steht unter Durchhaltezeit.
Brennstoff: Bei Gasflaschen, Briketts oder Holzsäcken trägst du Gewicht je Stück in kg ein, bei losem Holz einfach die Einheit kg. Dazu kommt Wofür?: Heizen mit Holz, Heizen mit Gas, Kochen oder Sonstiges. Nur Brennstoff zum Heizen zählt bei der Durchhaltezeit in die Heiztage, und nur, wenn am selben Ort ein passender Ofen steht (Haustechnik).
🕯️ Sparflamme
Der Schalter „🍽️ Normal / 🕯️ Sparflamme" rechnet das Essen mit halben Rationen: Aus 6 Tagen werden 12. Das ist keine Empfehlung zum Hungern, sondern die ehrliche Antwort auf die Frage, wie lange es zur Not reicht, wenn alle weniger essen. Wasser bleibt immer bei vollen 2 Litern, denn beim Trinken lässt sich nicht sparen.
Je Ort rechnen
Wählst du oben einen Ort, gelten beide Zahlen nur für diesen Ort. So siehst du getrennt, wie lange ihr zuhause durchhaltet, wie lange im Ferienhaus und wie lange mit dem, was im Auto liegt. Ohne Filter zählt alles zusammen. Das ist gut für den Überblick, aber im Ernstfall seid ihr an einem Ort, nicht an allen.
🍲 Was koche ich?
Der Knopf „🍲 Was koche ich?" oben im Vorrat schlägt Gerichte aus dem vor, was am gewählten Ort liegt: Dal mit Reis, Kokos-Linsen-Curry, Chili mit Reis, Dosengericht mit Brot, Linsensuppe, Nudeln mit Thunfisch, Notrations-Brei und andere. Die Zutaten erkennt die App am Namen der Posten. Oben stehen die Gerichte, für die alles da ist, darunter die, bei denen nur eine Zutat fehlt. Was bald abläuft, wird zuerst verwendet. Jedes Rezept zeigt Kalorien, Wasser und Kochzeit, die Filter „Ohne Kochen" und „Wenig Wasser" helfen, wenn Brennstoff oder Wasser knapp sind. Die Mengen gelten für eure Personenzahl. „🍽️ Gekocht" zeigt, was abgezogen wird, und zieht es nach Bestätigung vom Vorrat ab, das früheste Ablaufdatum zuerst.
Im Alltag pflegen
- Einmal im Monat „Achtung" durchsehen. Was bald abläuft, zuerst verbrauchen und nachkaufen: Was zuerst gekauft wurde, wird zuerst gegessen.
- Nach dem Einkauf die Menge des bestehenden Postens erhöhen, statt einen neuen anzulegen. Anderes Ablaufdatum? Dann „Kopieren".
- Lieber grob und aktuell als genau und veraltet. Auf das Gramm kommt es nicht an.
- Alle Geräte im Haushalt sehen denselben Vorrat. Wer einkauft, trägt ein.



⏳Durchhaltezeit
Die eine Frage, die zählt: Wie lange kommen wir mit dem aus, was da ist?
- Rechnung: Wasser (Trinken und Kochen je Person und Tag), Kalorien je Altersgruppe, Dauermedikation (Bestand ÷ Tagesdosis), Strom (Akkus, Powerbanks, Autobatterie plus Nachschub aus Solar), Klopapier.
- Engpass: Der knappste Bereich bestimmt die Zahl oben. Grün ab dem Ziel (Standard 14 Tage), Orange darunter, Rot unter der Hälfte.
- Vorrat an: automatisch nach Standort (der nächste bekannte Ort mit Vorrat), alle Orte zusammen, oder ein fester Ort.
- Fehlt für 14 Tage: eine Einkaufsliste mit Mengen, z. B. „Wasser 103 l ≈ 12 Sixpacks à 9 l".
- Ziel ändern: 7, 14 oder 30 Tage.
- Abgelaufen: Das MHD ist kein Verfallsdatum. Konserven zählen bis 5 Jahre nach dem Datum weiter, Nahrung (Nudeln, Reis, Riegel) und Wasser 12 Monate; Babynahrung, Medizin und alles andere fällt am Datum aus der Rechnung. Was innerhalb dieser Karenz über dem Datum ist, zeigt der Vorrat orange als „über MHD" (noch brauchbar, prüfen), erst danach rot als abgelaufen.
Wozu die Zahl gut ist
Zivilschutz-Organisationen empfehlen, sich 10 bis 14 Tage selbst versorgen zu können: ohne Einkaufen, ohne Strom aus der Steckdose, ohne Leitungswasser. Die Zahl oben sagt, wie weit ihr davon entfernt seid. Sie gilt nicht für eine Durchschnittsfamilie, sondern für eure Personen und euren Vorrat.
Die Bereiche einzeln
- Wasser: 2 Liter je Erwachsenem und Tag, Kinder 1,3 l, Säuglinge 0,8 l.
- Essen: Kalorien je Altersgruppe, Erwachsene 2.200 kcal. Einen eigenen Bedarf kannst du unter Personen eintragen. Babynahrung zählt getrennt.
- Medikamente: Für jede Dauermedikation unter Personen gilt Bestand geteilt durch Tagesdosis. Ist ein wichtiges Medikament nach 5 Tagen aus, steht oben 5. Das ist Absicht.
- Strom: 15 Wh je Person und Tag für eine Handyladung, dazu 35 Wh für Licht und Radio. Von Akkus und Powerbanks zählen 85 %. Solarmodule aus dem Energie-Modul kommen mit 5 Sonnenstunden je Tag dazu.
- Hygiene: 0,2 Rollen Klopapier je Person und Tag, 6 Windeln je Säugling. Klopapier steht als Hinweis da, bestimmt die Durchhaltezeit oben aber nicht; Windeln schon.
Die Liste „Fehlt" nutzen
Unter der Zahl steht, was für das Ziel fehlt, gleich in Einkaufsmengen: Wasser in Sixpacks, Essen als Dosen à 400 kcal oder als Kilo Reis und Nudeln. Wer die Liste einmal abarbeitet, hat das Ziel erreicht. Danach reicht ein Blick im Monat. Entscheidend ist der Engpass: Zehn Kilo Reis helfen nichts, wenn das Wasser nach drei Tagen aus ist. Deshalb zuerst den roten Bereich auffüllen.
Heizen und Sparflamme
- 🔥 Heizen: zählt, wenn am gewählten Ort ein Ofen steht, der ohne Strom heizt (Haustechnik, Art Heizung, „Womit heizt er ohne Strom?“). Holz rechnet die App mit etwa 20 kg je Wintertag, Gas mit 2,2 kg (eine 11-kg-Flasche ≈ 5 Tage). Steht an einem Ort beides, werden die Tage addiert.
- Engpass nur im Winter: Von Oktober bis April fließen die Heiztage in die Durchhaltezeit oben ein, im Sommer stehen sie nur zur Information da.
- Ohne Ofen: Im Winter erscheint ein Hinweis statt einer Zahl. Warme Schlafsäcke und Decken sind dann die Heizung.
- 🕯️ Sparflamme: derselbe Schalter wie im Vorrat. Er halbiert nur das Essen; Wasser, Strom und Heizen bleiben gleich.

🤝Gruppen
Nachbarn, Freunde, das Dorf: wer kann was, wer hat was, wo treffen wir uns. Euer Haushalt bleibt dabei privat.
- Gründen und beitreten: Die Leitung gründet die Gruppe und teilt einen Beitrittscode (zeitlich begrenzt, sperrbar). Andere Haushalte treten mit dem Code bei.
- Meine Freigaben: Jeder Haushalt entscheidet, was die Gruppe sieht: Fähigkeiten (Arzt, Elektrik, Funk, Schutz …), Ressourcen (Generator, Brunnen, Traktor, Drohne …), Personenzahl, Kontakt, Standort.
- Wer kann was: die Übersicht aller Mitglieder mit ihren Freigaben.
- Gruppen-Alarm: Push an alle Mitglieder mit Rückmeldung „Ich komme", „Kann nicht", „Brauche Hilfe". Höchstens zehn pro Tag.
- Nachrichten: kurze Gruppen-Pinnwand, 14 Tage sichtbar, mit leiser Push-Meldung an die anderen.
- Gruppenorte: Treffpunkt, Wasser, Unterkunft, Depot: auf der Karte tippen, einen Marker übernehmen oder GPS. Erscheinen bei allen Mitgliedern auf der Hauptkarte und in den Routen.
- Routen teilen: eigene Routen der Gruppe geben.
- 📡 Funkkanal: Jede Gruppe hat einen eigenen Funkschlüssel. „📡 Funkkanal" bei der Gruppe wählen, dann am Funkgerät einmal „Einrichten" — schon gibt es im Funk-Chat den Reiter der Gruppe, verschlüsselt, nur für Mitglieder. Gruppen-Alarm und Rückmeldungen gehen dann auch über Funk. Ein Gruppenkanal je Gerät.

👥Personen
Wer gehört zum Haushalt, und was muss im Ernstfall jemand anderes über sie wissen.
- Altersgruppe: Säugling, Kind, Jugendliche/r, Erwachsene/r, Senior/in. Daraus folgt der Bedarf an Wasser und Kalorien für die Durchhaltezeit.
- Medizinisches: Blutgruppe, Allergien, Vorerkrankungen, Impfungen, Hinweise.
- Medikamente: Name, Dosierung, Bestand und Tagesdosis. Dauermedikation fließt in die Durchhaltezeit ein und warnt, bevor es knapp wird.
- Notfallkontakt je Person.


☎️Kontakte
- Notrufnummern stehen ganz oben, mit einem Tipp anrufbar: 112 Euro-Notruf, 144 Rettung, 122 Feuerwehr, 133 Polizei, Vergiftungszentrale, Ärztenotdienst, Gasnotruf und mehr.
- Eigene Kontakte in Gruppen: Familie, Nachbarschaft, Ärzte, Behörden, Handwerk. Mit Telefon, Adresse und Notiz („Generator, Traktor").
- Kontakte sind im ganzen Haushalt gleich, jedes Gerät hat sie offline.

🔧Haustechnik
Wo ist der Hauptwasserhahn, die Gasabsperrung, der Sicherungskasten? Mit Foto und Anleitung, damit es auch jemand findet, der es noch nie gemacht hat.
- Sofort absperren: Wasser, Strom und Gas stehen als große Kacheln oben.
- Je Eintrag: Ort, Anleitung Schritt für Schritt, Warnung (z. B. „bei Gasgeruch kein Licht schalten"), Foto.
- Weitere Arten: Heizung, Abwasser, Brandschutz, Sonstiges. Vorlagen mit typischen Texten.
Was du fotografieren solltest
Beginne mit den drei Absperrungen, die die App oben als große Kacheln zeigt: Hauptwasserhahn (Wasser absperren), Gashaupthahn (Gas absperren) und Sicherungskasten mit Hauptschalter. Danach folgen Heizung, Abwasser, Brandschutz (etwa Feuerlöscher) und Sonstiges. Bei einem Rohrbruch, Gasgeruch oder Kabelbrand zählen Minuten, und oft weiß nur eine Person im Haushalt, wo abgesperrt wird.
So legst du einen Eintrag an
- Vorlagen: Für Wasser, Gas und Strom gibt es Beispieltexte, etwa „Hebel quer zum Rohr = zu“. Sie sind nur ein Anhalt: Prüfe sie an deiner Anlage und passe sie an. Die Gas-Vorlage enthält schon die Warnung, bei Gasgeruch kein Licht zu schalten, kein Handy zu benutzen, zu lüften und das Haus zu verlassen.
- Wo genau: Schreibe den Ort so, dass ein Fremder hinfindet, zum Beispiel „Keller, hinter der Tür links“.
- Foto: Die Rückkamera öffnet direkt, das Bild wird auf 1400 Pixel verkleinert. Zeige Hahn oder Schalter samt Umgebung, damit man ihn wiedererkennt.
- Handgriff: Beschreibe die Handlung mit Drehrichtung oder Hebelstellung so, dass sie jemand schafft, der es noch nie gemacht hat.
Grenzen
Die Einträge liegen auf allen Geräten deines Haushalts, werden aber anders als Dokumente nicht zusätzlich verschlüsselt. Trage daher keine Codes oder Zugangsdaten ein. Die App ersetzt keine Fachkraft und kennt deine Anlage nicht: Stimmen Beschreibung und Foto nicht mehr, etwa nach einem Umbau oder Heizungstausch, musst du den Eintrag selbst aktualisieren. Im Zweifel gilt bei Gas: raus, Notruf, nichts einschalten.
Heizung und Haus
Jeder Eintrag hat ein Haus / Ort aus derselben Liste wie der Vorrat, etwa Wien oder Ferienhaus, und darunter Wo genau für den Raum. Bei der Art Heizung fragt die App „Womit heizt er ohne Strom?“: Holz (Kamin, Kachelofen, Holzherd), Gasflaschen (Gasheizofen) oder gar nicht, weil er Strom braucht wie Therme, Pellets oder Wärmepumpe. Ein Ofen ohne Strom am selben Ort wie das Brennholz oder die Gasflaschen ergibt bei der Durchhaltezeit die Heiztage. Gas- und Holzöfen im Haus nur mit CO-Melder betreiben.


🪪Dokumente
Pass, Versicherung, Medizinisches, Fahrzeug: als Foto dabei, wenn das Original im Haus bleibt.
- Kategorien: Ausweis, Versicherung, Medizinisches, Finanzen, Fahrzeug, Wohnen, Sonstiges. Mit Nummer, „gültig bis" und Aufbewahrungsort.
- Verschlüsselt: Fotos werden auf dem Gerät verschlüsselt, bevor sie zum Abgleich hochgehen. Am Server sind sie ohne den Dokumenten-Schlüssel unlesbar.
- Sperre: optional mit Fingerabdruck oder Gesicht sichern.
- Ablauf: Die App erinnert, bevor ein Dokument abläuft.
Welche Papiere sinnvoll sind
Lege an, was sich im Ernstfall schwer ersetzen lässt: Reisepass und Personalausweis, Führerschein, Geburts- und Heiratsurkunden, Versicherungspolizzen, Impfpass, Rezepte und Medikamentenliste, Fahrzeugpapiere, Mietvertrag oder Grundbuchauszug. Diese Notfalldokumente sind als Foto auch dann greifbar, wenn die Mappe im Haus bleibt oder verloren geht. Im Feld „Original liegt“ trägst du ein, wo das Papier zu Hause aufbewahrt wird, zum Beispiel im Safe oder im Ordner im Wohnzimmer.
Foto, Notfallmappe, Ablauf
- Foto: Die Rückkamera öffnet direkt, das Bild wird auf 1600 Pixel verkleinert und lässt sich zuschneiden. Fotografiere die ganze Seite bei gutem Licht, sodass Nummern lesbar bleiben.
- Notfallmappe: Ein Knopf druckt oder teilt alle lesbaren Dokumente, ein Blatt je Dokument mit Bild, Kategorie, Nummer, Ablaufdatum und Aufbewahrungsort. Am Handy geht das über das Teilen-Blatt, am Rechner über den Druckdialog, auch als PDF. Eine Papierkopie in der Notfalltasche braucht keinen Akku.
- Ablauf: Läuft ein Dokument in weniger als 90 Tagen ab, zeigt die Liste die Resttage, abgelaufene sind rot markiert.
Datenschutz und Grenzen
Dokumentsätze gehen nur verschlüsselt (AES-GCM) zum Server. Den Schlüssel erzeugt das erste Gerät, er wird nie zum Server geschickt. Auf weiteren Geräten gibst du ihn in den Einstellungen einmal ein, sonst steht dort „Verschlüsseltes Dokument“. Gehen alle Kopien des Schlüssels verloren, sind die Dokumente nicht wiederherstellbar, notiere ihn daher getrennt auf Papier. Auf dem Gerät selbst liegen die Bilder lesbar, dort schützen die Gerätesperre und die optionale Fingerabdruck- oder Gesichtssperre, die beim Verlassen des Bereichs wieder zugeht. Ein Foto ersetzt kein Original, nicht jede Stelle akzeptiert es.

🔋Energie
Wie lange reichen Licht, Handys und Radio, wenn der Strom weg ist?
- Speicher erfassen: Powerbanks (mAh), Akkus (Wh), Autobatterie (Ah), Solarpanel (W), Generator (W). Die App rechnet alles in nutzbare Wattstunden um, mit realistischen Abschlägen.
- Verbraucher: Handy laden, Radio, Stirnlampe, Laptop, Kühlschrank, Heizlüfter mit typischem Tagesbedarf.
- Ergebnis: Tage Strom für das Nötigste, Nachschub durch Solar konservativ gerechnet (Winter, Wolken, Winkel).
- Fließt in die Durchhaltezeit ein.
- Standorte: Trägt ein Eintrag einen Lagerort, erscheint oben eine Filterreihe (Wohnung, Ferienhaus …). Gespeicherte Wattstunden, Nachschub und „Damit reicht es für" gelten dann für den gewählten Ort — was im Ferienhaus steht, hilft in der Wohnung nicht.
Stromausfall und Blackout: der Rechenweg
Bei einem Blackout zählt nicht, wie viele Powerbanks im Schrank liegen, sondern wie lange das Radio läuft und wie oft das Handy voll wird. Dafür rechnet die App alles in Wattstunden (Wh).
- Powerbank: mAh × 3,7 V ÷ 1000. Eine Powerbank mit 10.000 mAh ergibt also etwa 37 Wh, nicht 10 Ah am USB-Ausgang.
- Autobatterie: Ah × 12 V, aber nur die Hälfte gilt als entnehmbar. 60 Ah ergeben rund 360 Wh.
- Akku: Wh werden direkt übernommen.
- Abschlag: Von allem Gespeicherten zählen 85 %. Beispiel: 37 Wh ergeben etwa 31 Wh nutzbar, das sind zwei Handyladungen (15 Wh je Ladung) oder rund 10 Stunden Radio (3 W).
- Solar und Generator: Sie speichern nichts, sie liefern Leistung. Solar zählt nur mit einem Viertel der Nennleistung, ein Generator mit voller Leistung.
Vorbereiten, bevor der Strom weg ist
Trage jede Quelle mit Anzahl und Lagerort ein. Der Schalter „Aufgeladen“ erinnert dich daran, dass sich Powerbanks von selbst entladen; ein Eintrag mit ausgeschaltetem Schalter erscheint mit der Marke „leer?“. Die Liste „Damit reicht es für“ zeigt dir sofort, was trägt: Stirnlampe (3 W), Zimmerlampe (8 W), Laptop (45 W) und Kühlschrank (35 W Tagesmittel). Heizlüfter und Wasserkocher mit je 2000 W sprengen jeden Akkuvorrat und sind nur mit einem Generator sinnvoll. Treibstoff für den Generator erfasst du getrennt im Vorrat.
Ehrliche Grenzen
Alle Werte sind Näherungen. Die App misst keinen Ladestand, sie rechnet mit dem, was du einträgst. Kälte senkt die Akkukapazität, Wandler verlieren Energie, im Winter liefert ein Solarpanel nur einen Bruchteil. Lieber zu vorsichtig rechnen als zu optimistisch. Einen Generator betreibst du nie in geschlossenen Räumen (Gefahr durch Kohlenmonoxid).

📚Wissen
Kurze Anleitungen für den Moment, in dem niemand googeln kann.
- Themen: Erste Hilfe (Bewusstlosigkeit, Wiederbelebung, Blutung, Unterkühlung), Wasser trinkbar machen, Wärme ohne Strom, Blackout: was zuerst, Notruf richtig absetzen, Sirenensignale, Informationen ohne Internet, Treffpunkt vereinbaren, Feuer und Brandschutz.
- Offline: alle Artikel liegen auf dem Gerät.
- Eigene Artikel: Notizen und Anleitungen für euren Haushalt ergänzen.
- Verknüpft: Lagen verweisen auf die passenden Artikel.
Was drinsteht
14 Artikel in vier Kategorien plus Eigenes. Erste Hilfe: Bewusstlose Person (Atmung höchstens 10 Sekunden prüfen, stabile Seitenlage), Wiederbelebung (5 bis 6 cm tief, 100 bis 120 Mal pro Minute, 30 zu 2, ungeübt nur drücken), starke Blutung, Verbrennung, Unterkühlung. Wasser aufbereiten: erst klären, dann abkochen (1 Minute, über 2000 m 3 Minuten), Entkeimungsmittel, Filter, die meist keine Viren zurückhalten. Bei Blackout sofort Wanne und Gefäße füllen, solange noch Druck auf der Leitung ist. Wärme: Warm bleiben ohne Strom, Feuer und Brandschutz samt Kohlenmonoxid. Lage: Notruf, Zivilschutz-Signale, Blackout, Radio, Treffpunkt, Ansteckung.
Suchen und eigene Notizen
- Suche: Das Suchfeld durchsucht Titel, Kurzzeile und Volltext, ein Filter schränkt nach Kategorie ein.
- Ohne Netz: Die Artikel stehen in der App selbst und sind ab der Installation da, auch ohne je abgeglichen zu haben.
- Eigene Notizen: Mit Überschrift und Text, zum Beispiel „Hauswasserwerk abstellen“. Sie werden mit dem Haushalt synchronisiert, aber nicht zusätzlich verschlüsselt.
Grenzen
Die Zusammenfassungen zur Ersten Hilfe ersetzen keinen Kurs, die Texte sagen das selbst. Notrufnummern (144, 122, 133) und Sirenensignale beschreiben Österreich, in anderen Ländern weichen sie ab. Wie du Wasser, Gas und Strom im Haus absperrst, hält das Modul Haustechnik für deine eigene Anlage fest, das Wissen-Modul nur allgemein.


📖Logbuch
Was wann passiert ist und was ihr getan habt. Für die Familie, die Versicherung und das nächste Mal.
- Einträge: Notiz, Maßnahme, Schaden, Kontakt, Behörde, Verbrauch. Mit Zeitstempel, wer, und optional Foto.
- Lage: Während einer aktiven Lage werden Einträge ihr zugeordnet.
- Export: als Text teilen, etwa an die Versicherung.

🆘Hilferuf
Der rote SOS-Knopf oben: ein Tipp, und alle Geräte des Haushalts bekommen Alarm mit deinem Standort.
- Was gesendet wird: Position, Akkustand, Uhrzeit, optional ein kurzer Text („Sturz, brauche Hilfe").
- Beim Empfänger: lauter Alarmton auch bei stummem Handy, Standort auf der Karte, Anrufen mit einem Tipp.
- Entwarnung: „Als erledigt markieren" beendet den Alarm bei allen.
- Ohne Netz: Der Hilferuf wird gepuffert und geht raus, sobald ein Netz da ist. Für echte Notfälle bleibt 112 der erste Weg.
- An alle Funker: Der Schalter „Hilferuf auch an alle Funker in Reichweite" (aus per Vorgabe) schickt den 🆘 zusätzlich mit Position auf den öffentlichen Meshtastic-Kanal — für den Fall, dass die Familie nicht antwortet. Dort liest jeder mit.
SOS, Status und Familie alarmieren
Der Notruf-Knopf ist nur eine von drei Stufen. Im Blatt „Familie“ meldest du dich mit einem Tipp als „Mir geht’s gut“ (grün, still, ohne Push) oder „Brauche Hilfe“ (gelb, Meldung mit Push an alle Geräte des Haushalts). Das rote SOS dagegen löst erst aus, wenn du den Knopf zwei Sekunden gedrückt hältst, damit niemand versehentlich Alarm gibt. Ein kurzer Text (bis 200 Zeichen) ist optional.
Wer erfährt was und auf welchem Weg
- Internet: Mit Netz geht die Meldung per Push an die anderen Geräte. Die App sagt dir danach ehrlich, an wie viele Geräte sie gegangen ist. Hat niemand Benachrichtigungen eingeschaltet, steht die Meldung zumindest im Chat.
- Funk: Ist ein Meshtastic-Funkgerät verbunden, geht dieselbe Kurzfassung (Name, Text, Position, Akkustand) zusätzlich per Funk raus. Auch ohne Netz bleibt die Übersicht so vollständig.
- Position: Die App wartet höchstens zwölf Sekunden auf den Standort. Ohne Position geht der Ruf trotzdem raus.
- Übersicht: Je Person steht der letzte Stand. Älter als 24 Stunden gilt er als „veraltet“, Geräte ohne Meldung erscheinen als „Keine Rückmeldung“. Oben zeigt ein roter Streifen einen offenen Hilferuf (bis 12 Stunden), ein gelber die Bitte um Hilfe einer anderen Person.
Vorbereiten und Grenzen
Schalte auf allen Geräten Benachrichtigungen ein und probiere den grünen Status einmal aus. Lege auf der Karte Treffpunkte an, am besten drei: vor dem Haus, im Ort, außerhalb. Ein aktivierter Treffpunkt geht an alle, mit Entfernung je Person. Wichtig: Der Hilferuf alarmiert nur deinen Haushalt, nicht die Rettung. Bei Lebensgefahr wählst du zuerst 112 oder 144; der Knopf dafür steht in der App direkt über dem roten SOS. Bist du wieder in Sicherheit, beendest du den eigenen Ruf mit „Entwarnung geben“, dein Status springt dann auf grün.


⚙️Einstellungen
- Haushalt: Name, Beitrittscode anzeigen, erneuern oder sperren, Beitrittslink teilen, Geräte des Haushalts sehen und entfernen.
- Benachrichtigungen: Push einrichten und testen, Alarmton wählen.
- Sperre: App mit PIN, Fingerabdruck oder Gesicht sichern.
- Darstellung: hell, dunkel oder wie das System. Sprache Deutsch, Englisch, Slowakisch, Ukrainisch oder automatisch.
- Aktualisierung: Version anzeigen, nach einer neuen Fassung suchen.
- Daten: alle lokalen Daten löschen; ein Gerät wird unter „Geräte im Haushalt" abgemeldet. Serverdaten löschen lassen: prepper.team/loeschen.
- Prepper unterstützen: Link zur Spendenseite.
- Wichtig zu wissen: der Hinweis vom ersten Start — kein Notruf, keine Behörde, Warnungen können ausfallen — jederzeit nachlesbar.

🔒Daten und Sicherheit
- Kein Konto: Ein Haushalt ist eine Nummer mit Beitrittscode. Kein Name, keine E-Mail, keine Telefonnummer nötig.
- Server: steht in Nürnberg. Dort liegen die abgeglichenen Haushaltsdaten, Warnorte und Push-Adressen.
- Ende-zu-Ende: Chat, Familienstatus, Standorte und Dokument-Fotos sind verschlüsselt, der Schlüssel verlässt den Haushalt nie. Verlorene Geräte lassen sich aus dem Haushalt entfernen.
- Gruppen sind bewusst gemeinsam: Freigaben sehen alle Mitglieder.
- Standort wird nur geteilt, wenn du es einschaltest (Hilferuf, Gruppen-Freigabe). Gespeichert wird der letzte Punkt, nie eine Wegstrecke.
- Tageslage: Ein KI-Modell bekommt Warnorte, Vorratsmengen und Personen als Altersgruppe: keine Namen, keine Diagnosen, keine Chats.
- Keine Werbung, keine Analyse-Dienste, keine Weitergabe. Alles Lokale löschst du selbst, alles am Server mit einer Mail an office@prepper.team.
Alle Details: Datenschutz und Impressum auf der Startseite.