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Fallout-Rechner: Wohin zieht die Wolke?

Atombombe oder Reaktorunfall: Einschlag wählen, Stärke, dein Ort — die Karte zeigt mit dem echten Wind von jetzt, ob du in der Fallout-Zunge liegst, wann sie ankommt und wie lange du drinnen bleiben musst.

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    So rechnet der Fallout-Rechner

    Der Rechner beantwortet eine Frage: Liegt mein Ort in der Fallout-Zunge, wann kommt sie an, und wie lange muss ich drinnen bleiben? Grundlage ist das Standardwerk von Glasstone und Dolan, The Effects of Nuclear Weapons (1977), mit dem auch Behörden solche Lagen abschätzen.

    Bombe: Druck, Hitze und Fallout

    Für eine Atombombe zeichnet der Rechner zuerst die Ringe um den Einschlag: Feuerball, Totalzerstörung, schwere Gebäudeschäden, Verbrennungen im Freien und berstende Fenster. Ihre Größe wächst mit der Kubikwurzel der Sprengkraft, eine achtmal stärkere Bombe reicht also doppelt so weit. Wählbar sind 100, 300 und 800 Kilotonnen.

    Für den Fallout entscheidet die Art der Explosion. Bei einer Bodenexplosion verdampft Erdreich, wird radioaktiv und regnet windabwärts ab, es entsteht eine lange, schmale Zunge. Eine Luftexplosion erzeugt kaum Fallout, dort sind Druck und Hitze die Gefahr.

    Reaktorunfall

    Bei einem Kernkraftwerk gibt es keine Druckwelle. Der Rechner zeigt die Zonen für sofortige Evakuierung, Sperrzone und Jodtabletten, dazu die Wolke als Fächer von etwa 30 Grad links und rechts der Windrichtung. Die Kernkraftwerke im Umkreis sind als Punkte auf der Karte eingetragen.

    Der Wind von jetzt

    Fallout wird vom Wind in der Höhe getragen, der meist stärker ist als am Boden und oft nach rechts dreht. Der Rechner holt den aktuellen Wind am Einschlagsort und mittelt Boden und drei Höhen bis 5,5 Kilometer. Daraus ergeben sich Richtung und Länge der Zunge und die Zeit, bis sie deinen Ort erreicht.

    Wie lange drinnen bleiben

    Die Strahlung im Fallout klingt schnell ab: alle sieben Stunden auf ein Zehntel, die sogenannte 7-10-Regel. Nach zwei Tagen ist noch ein Prozent übrig. Darum entscheiden die ersten 48 Stunden, und darum nennt der Rechner je Zone eine Dauer, von zwei Tagen bis zu zwei Wochen drinnen. Ein innerer Raum mit viel Mauer rundum senkt die Dosis auf etwa ein Zehntel.

    Grenzen

    Das Ergebnis ist eine Näherung. Höhenwind, Regen und Gelände verschieben die Zunge, die Unsicherheit liegt bei Faktor zwei bis drei. Im Ernstfall gelten Radio, amtliche Messwerte und die Anweisungen der Behörden. Der Rechner speichert nichts und braucht keine Anmeldung.

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